Glossar

Käseglossar

Begriffe aus Herstellung, Kennzeichnung, Lagerung und Verkostung kurz erklärt.

Von Johanna M. FalkenbergInternationalZuletzt geprüft: August 2026

AOP
Französische Form der EU-Ursprungsbezeichnung.
Affinage
Pflege und Reifung eines Käses nach der Herstellung.
Allergenkennzeichnung
Vorgeschriebene Hervorhebung oder Nennung allergener Zutaten.
Blauschimmel
Gezielt eingesetzte innere Schimmelkultur in bestimmten Käsen.
Bruch
Die nach der Gerinnung geschnittene feste Käsemasse.
DOP
Italienische oder spanische Form der EU-Ursprungsbezeichnung.
Edelschimmel
Gezielt eingesetzte Schimmelpilzkultur für bestimmte Käsearten.
Fett i. Tr.
Fettgehalt bezogen auf die Trockenmasse; nicht identisch mit Fett pro 100 g.
Frischkäse
Ungereifter, feuchter Käse mit kurzer Haltbarkeit.
Gerinnung
Bildung einer festen Milchgelstruktur durch Säure, Lab oder beides.
Kreuzkontakt
Unbeabsichtigte Übertragung eines Allergens auf ein anderes Lebensmittel.
Kultur
Mikroorganismen, die Säure, Aroma, Rinde oder Reifung beeinflussen.
Käseharfe
Werkzeug zum Schneiden des Käsebruchs.
Käseteig
Innerer Teil des Käses ohne äußere Verpackung oder Beschichtung.
Kühlkette
Durchgehende Einhaltung angemessener niedriger Temperaturen.
Lab
Enzym oder Enzymgemisch zur Milchgerinnung.
Laktose
Milchzucker; nicht mit Milcheiweiß zu verwechseln.
Losnummer
Kennzeichnung zur Rückverfolgbarkeit einer Produktionscharge.
Mikrobielles Lab
Durch Mikroorganismen erzeugtes Gerinnungsenzym.
Milchallergie
Immunreaktion auf Milchproteine.
Milchbehandlung
Thermische oder andere Behandlung der Milch vor der Herstellung.
Mindesthaltbarkeitsdatum
Datum, bis zu dem ungeöffnet und korrekt gelagert typische Eigenschaften erwartet werden.
Mischmilchkäse
Käse aus mehr als einer Tiermilchart.
Molke
Flüssigkeit, die sich bei der Käseherstellung vom Bruch trennt.
Nachhall
Aromen und Eindrücke, die nach dem Schlucken bleiben.
Pasta filata
Käsefamilie mit erwärmtem und gezogenem Teig.
Pasteurisierung
Wärmebehandlung zur Verringerung bestimmter Keime.
Pflanzliches Lab
Gerinnungswirkung aus bestimmten Pflanzen oder Enzympräparaten.
Portionierung
Aufteilung in Mengen für Einkauf, Servieren oder Lagerung.
Reifegrad
Entwicklungsstand von Textur, Aroma und Rinde.
Reifekristalle
Kristalline Strukturen, die bei lang gereiften Käsen entstehen können.
Rinde
Oberfläche eines Käses; natürlich, gepflegt, beschichtet oder nicht essbar.
Rohmilchkäse
Käse aus Milch, die nicht nach den örtlich definierten Pasteurisierungsbedingungen behandelt wurde.
Rotschmiere
Rindenpflege, die eine feuchte, aromatische Oberflächenflora fördert.
Räucherkäse
Käse mit Rauchbehandlung oder Raucharoma; Etikett prüfen.
Rückruf
Öffentliche oder gezielte Maßnahme, um ein unsicheres Produkt aus dem Verkehr zu ziehen.
Salzlake
Salzlösung zum Salzen oder Lagern bestimmter Käse.
Sauermilchkäse
Käse, dessen Gerinnung überwiegend durch Säuerung erfolgt.
Schnittkäse
Mittelfester Käse mit vielseitiger Schnitt- und Schmelzeignung.
Sensorik
Systematische Wahrnehmung mit Sehen, Riechen, Fühlen und Schmecken.
Starterkultur
Mikroorganismen, die Säuerung und Reifung einleiten.
Terroir
Zusammenspiel von Ort, Klima, Landwirtschaft und Tradition; kein einheitlicher Qualitätswert.
Trockenmasse
Bestandteile eines Lebensmittels ohne Wasser.
Umami
Herzhafter Grundgeschmack, oft bei gereiften Käsen deutlich.
Verbrauchsdatum
Datum für leicht verderbliche Lebensmittel, nach dem das Produkt nicht mehr verzehrt werden sollte.
Wasseraktivität
Verfügbares Wasser, das mikrobielles Wachstum beeinflusst.
Weißschimmel
Oberflächenkultur bei bestimmten Weichkäsen.
g.U.
EU-Zeichen für geschützte Ursprungsbezeichnung.
g.g.A.
EU-Zeichen für geschützte geografische Angabe.